In den letzten Jahren hat sich beim LebeVeedel einiges bewegt. Auch wenn viele Prozesse in der Stadtverwaltung weiterhin Zeit brauchen, gibt es inzwischen sichtbare Fortschritte für mehr Grün, sichere Wege und mehr Aufenthaltsqualität im Clouth-Quartier.
Ein wichtiger Meilenstein war die Bürgereingabe zum LebeVeedel, die wir im April 2024 mit über 400 Unterschriften eingereicht haben. Nach Gesprächen mit der Stadtverwaltung wurde das Projekt schließlich von der Bezirksvertretung Nippes in das Arbeitsprogramm „Superblocks“ der Stadt Köln aufgenommen. Zwei zentrale Maßnahmen wurden dabei priorisiert: die Begrünung des Luftschiffplatzes und die Einführung des Bewohnerparkens.
Auf dem Luftschiffplatz sind die ersten Veränderungen bereits sichtbar: Im März 2026 wurden dort acht neue Bäume gepflanzt. Im Rahmen des Projekts „1000 Stühle, 1000 Bäume“ sind außerdem weitere Bäume und hochwertige Sitzmöbel für den Platz geplant. So entsteht nach und nach ein Ort mit mehr Schatten, Grün und Sitzgelegenheiten.
Auch beim Thema sichere Fußwege gibt es Bewegung. Für die Querung der Niehler Straße zwischen Clouth-Quartier und Alt-Nippes setzt sich das LebeVeedel gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen für einen Zebrastreifen ein. Mehr als 1.600 Unterschriften unterstreichen den Wunsch nach einer sicheren Verbindung etwa zu Kindergarten, Kirche, Supermärkten, ÖPNV und weiteren Zielen. Die Bezirksvertretung hat den Wunsch unterstützt und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt.
Ergänzt werden diese Maßnahmen durch eine sogenannte Sitzroute Richtung Neusser Straße. Entlang dieser Strecke entstehen Orte zum Ausruhen, Begegnen und Verweilen. So wird der Weg zwischen Clouth-Quartier und Neusser Straße nicht nur kürzer, sondern auch angenehmer.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die emissionsfreie Mobilität. Dank Unterstützung mehrerer Partner konnte das LebeVeedel ein neues E-Lastenrad anschaffen: das Clouth Bike One. Zusammen mit weiteren Lastenrädern und einem Fahrradanhänger können Nachbar*innen diese kostenlos ausleihen.
Auch beim Thema Verkehrssicherheit gibt es neue Erkenntnisse: Ein Smiley-Gerät misst seit September 2025 die Geschwindigkeit im Quartier. Die Daten zeigen, dass sich die große Mehrheit an Tempo 30 hält, einzelne Fahrzeuge aber deutlich zu schnell unterwegs sind. Diese neutralen Messwerte helfen, Gespräche mit der Stadt auf eine gute Grundlage zu stellen.
Darüber hinaus arbeitet das LebeVeedel mit ähnlichen Initiativen in Köln und NRW zusammen, um Erfahrungen zu teilen und gemeinsam sichtbarer zu werden.